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Darf der Hund ins Flugzeug? Zuerst brauchen Sie die richtigen Papiere

Ein Hund darf ins Flugzeug, muss aber die tierärztlichen Vorschriften des Ziellandes erfüllen. Ohne gültige Papiere lässt Sie die Airline nicht abfertigen, auch nicht bei einem Flug innerhalb der Europäischen Union. Die Beschaffung kann mehrere Wochen dauern, beginnen Sie deshalb rechtzeitig. Fotografieren Sie die Dokumente Ihres Hundes außerdem ab und speichern Sie die Bilder auf dem Handy, falls das Original verloren geht.
Chip und Heimtierausweis
Jeder Hund, der ins Ausland reist, braucht einen Identifikationschip. Der Tierarzt stellt außerdem einen internationalen Heimtierausweis aus, in den Impfungen und weitere Behandlungen eingetragen werden. Lassen Sie den Ausweis bei einem dazu berechtigten Tierarzt ausstellen und prüfen Sie, dass die Chipnummer im Ausweis mit dem Chip übereinstimmt.
Tollwutimpfung
Eine gültige Tollwutimpfung ist die Grundvoraussetzung für jede Reise. Der Hund muss bei der ersten Impfung älter als 12 Wochen sein und darf frühestens 21 Tage nach dieser ersten Impfung reisen. Wird der Hund rechtzeitig vor Ablauf der Gültigkeit erneut geimpft, wird die 21-Tage-Frist nicht noch einmal berechnet. Ein Welpe darf so frühestens im Alter von etwa 15 Wochen fliegen.
Entwurmung und Vorgaben des Ziellandes
Einige Länder verlangen zusätzlich eine Behandlung gegen Bandwürmer. Dazu gehören Großbritannien, Irland, Finnland, Malta oder Norwegen, wo der Tierarzt die Behandlung 1 bis 5 Tage vor der Einreise durchführen und in den Ausweis eintragen muss. Für Länder außerhalb der Europäischen Union sind die Bedingungen oft noch strenger. Viele verlangen eine Untersuchung der Tollwut-Antikörper, einige Inselstaaten sogar eine Quarantäne. Die aktuellen Bedingungen für ein bestimmtes Land erfahren Sie bei der zuständigen Veterinärbehörde, in Tschechien bei der Staatlichen Veterinärverwaltung. Prüfen Sie sie mindestens zwei bis drei Monate vor der Reise.
Hund an Bord oder im Gepäckraum?

Wo der Hund fliegt, hängt vor allem von seinem Gewicht zusammen mit der Box ab. Die Grenzwerte legt jede Airline selbst fest, die meisten halten sich aber an ähnliche Regeln.
Kleine Hunde in der Kabine
Hunde, die mit Box höchstens 8 kg wiegen, dürfen in der Regel in der Kabine fliegen. Die Box muss weich oder fest sein, Lüftungsöffnungen haben und unter den Sitz vor Ihnen passen, typischerweise etwa 43 × 30 × 27 cm. Der Hund bleibt während des gesamten Flugs in der Box, die meisten Airlines erlauben nicht, dass er auf dem Schoß sitzt. Die Box zählt außerdem zum Handgepäck, und es gelten dieselben Regeln. Lesen Sie daher auch den verwandten Artikel was nicht ins Flugzeug darf.
Größere Hunde im Gepäckraum
Schwerere Hunde reisen im klimatisierten Frachtraum. Sie werden am Schalter gesondert in einer eigenen festen Transportbox abgefertigt. Der Ablauf ähnelt der Aufgabe eines Koffers (siehe Artikel was ist ein aufgegebenes Gepäckstück). Für den Hund ist ein solcher Flug jedoch psychisch anspruchsvoller, denn er ist vom Besitzer getrennt und von fremder Umgebung und fremden Geräuschen umgeben. Wenn Sie nur einen kurzen Urlaub machen, sollten Sie nach Möglichkeit lieber eine Betreuung für den Hund zu Hause organisieren.
Viele Airlines befördern im Frachtraum keine Rassen mit kurzer Schnauze, zum Beispiel Bulldoggen oder Möpse. Wegen des Aufbaus ihrer Atemwege stellt der Flug für sie ein gesundheitliches Risiko dar.
Ausnahme für Assistenzhunde im Flugzeug
Für Assistenz-, Blindenführ- und Rettungshunde gilt eine Ausnahme. Sie fliegen kostenlos mit ihrem Halter in der Kabine, ohne Box, im Geschirr und an der Leine. Die Beförderung muss der Airline dennoch im Voraus gemeldet und die Ausbildung des Hundes nachgewiesen werden.
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Hund im Flugzeug transportieren: Was kostet das?

Die Preise hängen von der konkreten Airline, dem Gewicht des Hundes und der Streckenlänge ab. Die Gebühr fällt für jede Richtung separat an, bei einem Hin- und Rückflug also zweimal.
Richtpreise
Die Beförderung eines Hundes in der Kabine kostet bei europäischen Airlines in der Regel 50 bis 120 Euro pro einfacher Strecke. Für einen Flug im Gepäckraum zahlen Sie meist etwa 100 bis einige Hundert Euro, je nach Gewicht des Hundes und Anbieter. Die tschechische Airline Smartwings verlangt zum Beispiel im Jahr 2026 für einen Hund in der Kabine bis 8 kg 3 000 CZK (tschechische Kronen) pro Strecke und für einen Hund im Frachtraum bis 32 kg 5 500 Kč pro Strecke.
Hunde bei Billigfliegern
Billigfluggesellschaften wie Ryanair, Wizz Air oder easyJet befördern Tiere auf regulären Flügen nicht. Ausnahmen gibt es nur für Assistenz- und Blindenführhunde. Wenn Sie mit Ihrem Hund fliegen möchten, buchen Sie deshalb Tickets bei klassischen Airlines, die die Beförderung von Tieren anbieten.
Platz für den Hund reservieren
Die Kapazität für Tiere ist auf jedem Flug meist begrenzt, oft auf ein bis zwei Hunde in der Kabine. Melden Sie die Beförderung Ihres Hundes daher gleich nach dem Ticketkauf bei der Airline, idealerweise zusammen mit der Buchung. Wie beim Gepäck gilt: Eine spätere Buchung ist oft komplizierter. Mehr dazu erklärt der Artikel wann Sie Gepäck zum Ticket nachbuchen sollten.
Berücksichtigen Sie beim Reisebudget auch das Parken am Flughafen. Ein bewachter Parkplatz mit Transfer bringt Sie direkt zum Terminal. Welche Vorteile ein Parkplatz am Flughafen bietet, merken Sie vor allem dann, wenn Sie gleichzeitig mit Transportbox und Gepäck reisen.
Das Fliegen mit Hund beginnt mit der Vorbereitung zu Hause

Ein entspannter Flug mit dem Hund beruht auf guter Vorbereitung. Ein Hund, der seine Box kennt und weiß, was ihn erwartet, übersteht die Reise deutlich besser.
Auswahl der Transportbox
Die Transportbox für den Frachtraum sollte die IATA-Anforderungen erfüllen. Sie muss fest und gut belüftet sein, mit Metallschrauben und einer Tür, die der Hund nicht öffnen kann. Der Hund muss darin bequem stehen, sich drehen und hinlegen können. Die Maße für die Kabinenbox prüfen Sie am besten bei der jeweiligen Airline, sie unterscheiden sich um einige Zentimeter.
Gewöhnung an die Box
Gewöhnen Sie den Hund schon zu Hause mindestens einige Wochen vor dem Abflug an die Box. Lassen Sie sie im Wohnzimmer offen stehen, legen Sie Leckerlis hinein und verlängern Sie allmählich die Zeit, die der Hund darin verbringt. Probieren Sie mit ihm in der Box auch eine Autofahrt aus. Wenn Sie für die Reise einen Parkplatz am Flughafen Prag mit Transfer planen, erkundigen Sie sich vorab beim Betreiber, ob der Minibus Hunde in Transportboxen mitnimmt.
Füttern und Gassi vor dem Flug
Geben Sie die letzte Mahlzeit etwa 4 Stunden vor dem Abflug, denn mit vollem Magen verträgt der Hund den Flug schlechter. Geben Sie ihm laufend kleine Mengen Wasser. Gehen Sie vor der Fahrt zum Flughafen ausgiebig mit ihm Gassi und lassen Sie ihn sich austoben, denn ein müder Hund ist während des Flugs ruhiger.
Denken Sie auch an Ihr eigenes Essen und Ihre Snacks. Was Sie ins Flugzeug mitnehmen dürfen und was nicht, fassen wir im separaten Artikel zum Essen im Flugzeug zusammen.
Ausstattung der Box
Legen Sie eine vertraute Decke oder ein Lieblingsspielzeug in die Box, die nach Zuhause riechen. Den Boden polstern Sie mit einer wasserdichten, saugfähigen Unterlage aus. Befestigen Sie an der Tür einen Wassernapf, aus dem bei Bewegung der Box nichts herausschwappt.
Beruhigungsmittel lieber nicht
Sprechen Sie über beruhigende Präparate immer vorher mit dem Tierarzt. Die meisten Tierärzte und Airlines raten von Sedativa für den Flug ab, weil sie in der Höhe Atmung und Kreislauf des Hundes beeinflussen können. Schonender sind oft natürliche Pheromone oder beruhigende Halsbänder, auch diese sollten Sie aber vorab zu Hause ausprobieren.
Papiere und Ausrüstung für Ihren Hund sind erledigt? Kümmern Sie sich rechtzeitig auch um das Parken. Vergleichen Sie in unserem Portal die Angebote für Parkplätze am Flughafen für Ihren Termin, informieren Sie sich über deren Beförderungsbedingungen und buchen Sie gleich.
Der Flugtag mit dem Hund Schritt für Schritt

Der Abflugtag ist für den Hund meist am anstrengendsten. Mit einem guten Plan lässt er sich aber ohne unnötigen Stress bewältigen:
- Kommen Sie mindestens drei Stunden vor dem Abflug am Flughafen an. Der Hund wird gesondert am Schalter abgefertigt, und ein Mitarbeiter der Airline kontrolliert Papiere, Box und Gewicht. Wie das abläuft, erklären wir in unserem Leitfaden Check-in am Flughafen Schritt für Schritt.
- An der Sicherheitskontrolle nehmen Sie den Hund aus der Box und gehen mit ihm auf dem Arm durch die Sicherheitsschleuse. Die leere Box läuft derweil durch das Röntgengerät, den Hund setzen Sie erst danach wieder hinein. Was Sie bei der Kontrolle erwartet, beschreiben wir auch im Artikel wie die Sicherheitskontrolle am Flughafen abläuft.
- Während des Flugs lassen Sie den Hund in der Box unter dem Sitz und sprechen ruhig mit ihm. Wasser geben Sie ihm nach den Regeln der Airline, am besten aus einem kleinen verschließbaren Behälter.
- Holen Sie den Hund nach der Landung so schnell wie möglich ab. Ist er im Frachtraum geflogen, wartet er meist an der Ausgabe für Sperrgepäck auf Sie.
- Führen Sie den Hund so bald wie möglich hinaus, damit er sich lösen und nach der langen Reise strecken kann.
Halten Sie Leine, Kotbeutel und den Ausweis des Hundes griffbereit. Bei der Einreise in ein Land außerhalb der Europäischen Union erwartet Sie eine tierärztliche Kontrolle der Papiere.
Die ersten Tage am Ziel
Nach der Ankunft brauchen nicht nur Sie, sondern auch Ihr Hund etwas Zeit zur Eingewöhnung. Veränderung von Umgebung, Temperatur und Tagesablauf ermüdet ihn mehr als der Flug selbst. An warmen Reisezielen gehen Sie morgens und abends mit ihm Gassi und achten darauf, dass er immer genug Wasser hat. Suchen Sie sich vor der Reise außerdem die Kontaktdaten eines Tierarztes am Urlaubsort heraus und prüfen Sie, ob Ihre Versicherung auch die Behandlung Ihres Hundes im Ausland abdeckt.
Mit dem Hund fliegen, ohne Stress für beide
Zum Abschluss das Wichtigste kurz zusammengefasst:
- Hunde bis 8 kg in der Kabine, größere Hunde im Frachtraum, immer mit Chip, Heimtierausweis und gültiger Tollwutimpfung.
- Melden Sie die Beförderung gleich beim Ticketkauf an, denn die Kapazität für Tiere ist begrenzt und Billigflieger befördern keine Hunde.
- Gewöhnen Sie den Hund schon zu Hause rechtzeitig an die Box und sprechen Sie Beruhigungsmittel mit dem Tierarzt ab.
- Planen Sie alles mindestens zwei bis drei Monate im Voraus, bei Reisen außerhalb der Europäischen Union noch früher.
Ihr Tierarzt hilft Ihnen bei den Papieren und bei der Vorbereitung des Hundes auf den Flug, und dann können Sie gemeinsam ohne Komplikationen in den Urlaub starten. Wenn Sie mit dem Auto zum Flughafen fahren, fassen wir die Parkangebote in der Umgebung im Artikel Flughafen Prag: Vergleich der Parkplätze übersichtlich zusammen.
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