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Welche Flüssigkeiten sind im Flugzeug erlaubt
Die 100-ml-Regel gilt für deutlich mehr Dinge, als die meisten Reisenden denken. Bei der Sicherheitskontrolle zählt als Flüssigkeit alles, was fließen, aufgetragen oder aufgesprüht werden kann.
In der Praxis bedeutet das: Getränke aller Art, Suppen, Joghurts und Marmeladen, Cremes und Gesichtswasser, Shampoos und Duschgele, Zahnpasta, Mascara und flüssiger Eyeliner, Deos als Spray oder Roll-on, in Flüssigkeit aufgelöstes Milchpulver, Sonnencreme und vieles mehr.
Keine Flüssigkeit sind dagegen feste Seife, festes Shampoo, ein fester Deo-Stick, ein Lippenpflegestift oder feste Körperbutter. Diese Produkte fallen nicht unter die 100-ml-Regel und dürfen ohne Einschränkung im Handgepäck mitreisen.
Für aufgegebenes Gepäck gelten andere Regeln: Flüssigkeiten in beliebiger Menge und Verpackung dürfen Sie problemlos in den Koffer im Frachtraum packen.
Wie viel Flüssigkeit ist im Flugzeug erlaubt

Die Standardregel lautet: Jeder Behälter mit Flüssigkeit darf ein Volumen von maximal 100 ml haben. Alle Flüssigkeiten müssen in einem durchsichtigen, wiederverschließbaren Beutel mit einem Gesamtvolumen von etwa 1 Liter verpackt sein. Pro Fluggast ist ein solcher Beutel erlaubt.
Vorsicht auch bei halb leeren Behältern: Entscheidend ist das auf der Verpackung aufgedruckte Volumen, nicht die tatsächliche Menge darin. Eine als 200 ml gekennzeichnete Flasche mit 50 ml Inhalt kommt nicht durch die Kontrolle. Füllen Sie Ihre Produkte in kleine Reisefläschchen mit korrekt angegebenem Volumen um.
Den Flüssigkeitsbeutel müssen Sie noch vor der Kontrolllinie aus dem Handgepäck nehmen und separat in eine Wanne legen. Ohne diesen Schritt halten Sie die ganze Schlange auf und verlängern die Kontrolle unnötig – für sich und für alle anderen.
Eine ausführlichere Übersicht darüber, was ins Handgepäck darf und was nicht, finden Sie außerdem im Artikel über die Maße des Handgepäcks.
Den Koffer geben Sie am Check-in-Schalter ab und sehen ihn erst am Gepäckband am Zielort wieder. Alles, worauf Sie an Bord nicht verzichten können, gehört ins Handgepäck – einschließlich der Flüssigkeiten im Beutel.
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So verpacken Sie Flüssigkeiten fürs Flugzeug richtig

Ein durchsichtiger, wiederverschließbarer Beutel (Ziplock) ist die Grundlage. Die Standardgröße von 20 × 20 cm oder 18 × 20 cm fasst etwa 6–8 kleine Fläschchen. Der Beutel muss sich leicht öffnen und schließen lassen – das Personal kann Sie bei der Kontrolle nämlich bitten, ihn zu öffnen.
Packen Sie die Flüssigkeiten in aller Ruhe schon zu Hause in den Beutel, nicht erst am Flughafen. Verstauen Sie den Beutel ganz oben im Handgepäck oder Rucksack oder in einer Außentasche, aus der Sie ihn schnell herausziehen können.
Ein praktischer Tipp, den jeder Vielflieger zu schätzen weiß: Nehmen Sie eine leere Plastikflasche mit an Bord. Sie kommt problemlos durch die Kontrolle, und danach füllen Sie sie im Duty-free-Bereich kostenlos wieder auf. So haben Sie in der Kabine genug zu trinken, ohne für überteuerte Getränke am Gate zahlen zu müssen.
Flüssige Medikamente über 100 ml sind eine Ausnahme, erfordern aber ein ärztliches Attest. Die genauen Regeln lesen Sie in unserem Artikel über Medikamente im Flugzeug.
Ausnahmen vom Flüssigkeitslimit im Flugzeug
Die 100-ml-Regel gilt nicht für einige spezielle Kategorien – diese müssen Sie dem Personal der Sicherheitskontrolle aber immer aktiv melden:
- Babynahrung und Milch für Ihr Kind dürfen Sie unabhängig vom Volumen in einer der Flugdauer angemessenen Menge an Bord nehmen. Es genügt, das Kind dabeizuhaben; Nachweise verlangt in der Regel niemand, das hängt aber vom jeweiligen Flughafen ab.
- Spezialnahrung aus gesundheitlichen Gründen, etwa Flüssignahrung für Patienten nach einer Operation oder bei ärztlich verordneter Diät, ist mit entsprechender Dokumentation erlaubt.
- Medikamente, die für den Gesundheitszustand des Reisenden unverzichtbar sind, kommen auch über 100 ml durch – allerdings stets mit ärztlichem Rezept oder Attest in der Sprache des Ziellandes oder auf Englisch. Insulin, Inhalatoren oder spezielle Tropfen dürfen Sie in der benötigten Menge mitführen.
- Getränke, die Sie nach der Sicherheitskontrolle im Duty-free-Bereich kaufen, unterliegen beim Abflug keinem Limit. Vorsicht aber beim Umsteigen: Am Umsteigeflughafen wird das im Duty-free gekaufte Getränk erneut kontrolliert und darf ohne versiegelten Sicherheitsbeutel (STEB) nur bis 100 ml mit in die Kabine.
Flüssigkeiten im Flugzeug 2026 – was sich am Flughafen Prag geändert hat

Der Prager Flughafen Václav Havel hat zum 1. Oktober 2025 eine grundlegende Änderung der Flüssigkeitsregeln eingeführt – sie betrifft allerdings nur Terminal 2.
Am Terminal wurden neue CT-Röntgengeräte installiert, die den Gepäckinhalt detaillierter analysieren, ohne dass etwas ausgepackt werden muss. Der Standardbeutel mit Flüssigkeiten bis 100 ml ist zwar weiterhin vorgeschrieben, zusätzlich darf aber jeder Fluggast eine Flasche mit bis zu 2 Litern Volumen mitnehmen – zum Beispiel eine Wasserflasche, ein Getränk oder Sonnencreme in größerer Packung. Beim Durchgang durch diese Scanner müssen Sie außerdem weder Elektronik noch den Flüssigkeitsbeutel separat herausnehmen.
Diese Änderung gilt jedoch ausschließlich für Terminal 2, das Flüge innerhalb des Schengen-Raums abfertigt (Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Griechenland und weitere). Am Terminal 1, das Flüge außerhalb des Schengen-Raums abwickelt, bleibt alles beim Alten – hier gilt weiterhin die Standardregel: 100 ml im Ein-Liter-Beutel.
Achtung: Der Fast Track (Priority Lane) am Terminal 2 kann mit einem älteren Scanner ohne CT-Technologie ausgestattet sein – dort gelten weiterhin die alten Regeln. Auch der Rückflug von einem anderen Flughafen als Prag richtet sich nach den Regeln des jeweiligen Flughafens; die Änderung gilt dort nicht. Eine vergleichbare Technologie ist allerdings seit September 2025 zum Beispiel auch an beiden Terminals des Münchner Flughafens im Einsatz.
Was Sie beim Durchlaufen der Kontrolle Schritt für Schritt erwartet, lesen Sie im Artikel über die Sicherheitskontrolle am Flughafen.
Warum sind Flüssigkeiten im Flugzeug überhaupt begrenzt – und ändert sich das jemals?
Die 100-ml-Regel entstand 2006 als direkte Reaktion auf einen aufgedeckten Terrorplan in Großbritannien. Der britische Geheimdienst verhinderte damals einen Anschlag, bei dem an Bord von Flugzeugen Flüssigsprengstoffe aus frei erhältlichen Chemikalien gemischt werden sollten. Die Attentäter trugen die Bestandteile in getrennten Fläschchen bei sich – einzeln wirkten die Komponenten völlig harmlos.
Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) führte daraufhin das 100-ml-Limit als Kompromiss zwischen Sicherheit und praktikablem Reisen ein. Behälter dieser Größe lassen sich im Röntgenbild ausreichend durchleuchten, um gefährliche Stoffe zu erkennen. In einem so kleinen Volumen lässt sich Flüssigsprengstoff nämlich nur in einer Menge mischen, die für eine wirksame Explosion nicht ausreicht.
Die neuen CT-Scanner, die die klassischen Röntgengeräte an europäischen Flughäfen nach und nach ersetzen, können die chemische Zusammensetzung von Flüssigkeiten dagegen bereits ohne physische Kontrolle analysieren. Genau deshalb erlauben sie eine Lockerung des Limits überall dort, wo sie im Einsatz sind.
Bereiten Sie Ihre Flüssigkeiten zu Hause vor – genau wie das Parken
Die 100-ml-Regel im Ein-Liter-Beutel gilt also an der überwiegenden Mehrheit der Flughäfen weltweit. Am Terminal 2 in Prag dürfen Sie neuerdings zusätzlich eine Flasche bis 2 Liter mitnehmen – aber nur, wenn Sie nicht den Fast Track mit dem älteren Scanner nutzen. Am Terminal 1 und an ausländischen Flughäfen ändert sich nichts.
Die zuverlässigste Strategie bleibt also: eine leere Flasche in die Tasche, der Beutel mit den Mini-Fläschchen ganz nach oben und Medikamente mit ärztlichem Attest. So läuft die Kontrolle reibungslos, und hinter der Kontrolle wartet kostenloses Trinkwasser auf Sie.
Die Organisation des Parkplatzes vor der Reise ist schon eine größere Aufgabe, um die Sie sich am besten rechtzeitig kümmern. Wie genau die Reservierung abläuft, beschreibt die Seite So funktioniert die Parkplatzreservierung am Flughafen. Eine Übersicht der konkreten Vorteile eines bewachten Stellplatzes gegenüber dem Parken auf der Straße oder in der Zone Prag 6 finden Sie außerdem auf der Seite über die Vorteile des Parkens am Flughafen.
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